Diagnose einer Pneumonie: Präzise Ergebnisse in kürzester Zeit retten Leben

Husten, Fieber, Atemprobleme, Schmerzen im Brustbereich, Verschlechterung des Allgemeinzustandes und Kopf- und Gliederschmerzen: Eine Pneumonie kann sich rasch entwickeln. Weltweit gehört die Pneumonie zu den häufigsten tödlich verlaufenden Infektionserkrankungen. Dabei kommt es zu einer gefährlichen Entzündung des Lungengewebes. Dies betrifft vor allem vorerkrankte, aber auch gesunde Personen. Bernhard Ronacher, CEO und Gründer von Cube Dx GmbH, ist Experte auf dem Gebiet der molekularen Diagnostik. Im Interview gibt er uns Einblicke in die Herausforderungen sowie Fortschritte bei der Erkennung der lebensbedrohlichen Lungenentzündung und wie die Technologie von Cube Dx in kürzester Zeit präzise Ergebnisse zum behandelnden Erreger erkennt.

 

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Was sind die Ursachen einer Pneumonie und warum ist sie so gefährlich?

 

Eine Pneumonie kann durch verschiedene Erreger wie Bakterien, Pilze oder Viren ausgelöst werden. Besonders gefährlich ist die nosokomiale Lungenentzündung. Das ist eine im Krankenhaus erworbene Pneumonie, die oft von multiresistenten Keimen verursacht wird. Diese Keime sind häufig schon gegen viele Antibiotika resistent und dadurch schwer zu behandeln. Das erhöht das Risiko von Komplikationen erheblich.

 

Um Komplikationen zu vermeiden ist es wichtig rasch zu handeln. Wie wird eine Pneumonie diagnostiziert und welche Rolle spielt die Technologie von Cube Dx dabei?

 

Die Diagnose einer Pneumonie umfasst eine Vielzahl von Verfahren, von der klinischen Untersuchung der Ärzt:innen über bildgebende Verfahren wie Röntgen und Ultraschall bis hin zur Blut- und Sekretuntersuchung. Der direkte Erregernachweis ist von zentraler Bedeutung. Während die traditionelle Kultivierung nach wie vor als Standardmethode gilt, etabliert sich die moderne molekularbiologische Diagnostik zunehmend als fortschrittliche Ergänzung. compact sequencing basierend auf unserem Cube Dx‘ hybcell liefert einen direkten Erregernachweis aufgrund von genetischen Fingerabdrücken aus den Patientenproben. Wir testen dabei auf über 100 verschiedene Erreger gleichzeitig und können dadurch auch seltene Infektionen und Mehrfachinfektionen aufdecken.

 

Was ist das Besondere an der hybcell Technologie von Cube Dx?

 

Die hybcell Technologie von Cube Dx kombiniert eine vereinfachte Probenaufbereitung mit hochentwickelten molekularen Analysetechniken wie dem compact sequencing. Dadurch erhalten Ärzt:innen in kürzester Zeit präzise Ergebnisse, die ihnen helfen, die richtige Therapie schnell einzuleiten.

 

Was ist eine bronchoalveoläre Lavage (BAL) und wann ist sie notwendig?

 

Die BAL wird vorgenommen, um Proben aus tiefen Lungenregionen zu gewinnen, die bei herkömmlichen Methoden schwer zugänglich sind. Cube Dx ermöglicht durch die einfache und schnelle Probenaufbereitung LINA eine präzise molekulare Diagnostik mit wenig Aufwand.

 

Wie funktioniert die Anwendung davon für Kund:innen und Kliniker:innen?

 

Unsere Technologie ist im Zentrallabor bzw. in der klinischen Mikrobiologie untergebracht. Die behandelnden Fachärzt:innen entscheidet sich gegebenenfalls für eine molekularbiologische Untersuchung. Sie entnehmen eine Probe und senden sie in das Labor. Dort erfolgt dann umgehend die Testdurchführung durch qualifizierte Labormitarbeiter:innen. Den erfolgten Befund erstellt die/der leitende Laborarzt:in und übermittelt diesen an die/den behandelnden Facharzt:in zurück. Diese Person entscheidet dann auf Basis des Ergebnisses und allen anderen medizinischen Befunden die weiter Therapie. Oft werden zudem Infektiolog:innen hinzugezogen.

 

Welche Vorteile bietet das für Kliniker:innen und Patient:innen?

 

Unsere Technologie liefert rasche Ergebnisse mit hoher Genauigkeit, was die Entscheidungsfindung für Ärzt:innen erleichtert und die Überlebenschancen der Patient:innen erhöht. Die einfache Handhabung und die Vielseitigkeit der Technologie machen sie zu einem wertvollen Werkzeug in der klinischen Mikrobiologie.

Nach einer erfolgreichen Diagnose können Ärzt:innen eine gezielte Therapie einleiten, die auf die identifizierten Erreger abgestimmt ist. Dadurch steigt die Überlebenschance, die Zeit in der Intensivstation sinkt wie auch das Risiko von Langzeitschäden durch eine fehlgeleitete Therapie.

 

Welche neuen Anwendungen und Entwicklungen gibt es bei Cube Dx?

 

Die hybcell Technologie bietet erstmals die Möglichkeit im klinischen Alltag einen molekularbiologischen Erregernachweis zu führen, der in seiner Geschwindigkeit und Erregerspektrum für komplexe Erkrankungen, wie Pneumonien, geeignet ist. Wir arbeiten aber auch an der Aufklärung von Gewebeinfektionen, z.B. im Zusammenhang mit Herzmuskelentzündungen oder Infektionen nach dem Einsetzen von Gelenksprothesen.

 

Welche Milestones gab es für Cube Dx in der Entwicklung der Technologie?

 

Technologisch haben wir die traditionelle Microarray Technologie von der zweidimensionalen in die dreidimensionale Struktur gehoben. Damit sind wesentlich komplexere Nachweisverfahren mit höherer Präzision möglich. Eine große Herausforderung für junge Technologien ist die Zulassung als Medizinprodukt. Wir arbeiten nach höchsten Standards und Zulassungskriterien. Am anspruchsvollsten sind jedoch die Anforderungen des Marktes. Leistungskriterien, Transport und Lagerfähigkeit und auch eine akzeptable Preisgestaltung ist für den Erfolg Pflicht.

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