# Sepsis-Diagnostik: Warum jede Stunde über den Therapieerfolg entscheidet

> Bei einer Sepsis sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit mit jeder Stunde bis zur wirksamen antimikrobiellen Therapie. Molekulare Diagnostik direkt aus Vollblut kann den entscheidenden Zeitvorsprung schaffen.

## Zeit ist der kritischste Faktor

Blutstrominfektionen und die daraus resultierende Sepsis gehören zu den häufigsten Ursachen für Morbidität und Mortalität im Krankenhaus. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die **frühe Identifikation des verursachenden Erregers** und seines Resistenzprofils – denn erst damit lässt sich die antimikrobielle Therapie zielgerichtet einstellen.

Die Blutkultur gilt weiterhin als Goldstandard, benötigt aber durch Bebrütung und Subkultur oft ein bis mehrere Tage bis zum Ergebnis. Besonders kritisch ist dieser Zeitverlust bei Patient:innen mit schwer oder langsam kultivierbaren Erregern – oder wenn bereits eine antimikrobielle Therapie begonnen wurde.

## Molekulare Diagnostik direkt aus Vollblut

Molekulare Tests können die Zeit bis zum Befund deutlich verkürzen. Die **compact sequencing** von cube dx identifiziert klinisch relevante Bakterien, Pilze und Resistenzgene **direkt aus Vollblut in weniger als drei Stunden** – ohne vorherige Anzucht.

Besonders wertvoll ist dieser Ansatz bei:

- **Mischinfektionen**, bei denen mehrere Erreger parallel nachgewiesen werden müssen
- **langsam oder nicht kultivierbaren Mikroorganismen**
- Situationen, in denen die antimikrobielle Therapie bereits läuft

## Ergänzung, nicht Ersatz

Molekulare Tests ersetzen die Blutkultur nicht – sie ergänzen sie um Geschwindigkeit. In unabhängigen klinischen Studien zeigte die Hybcell-Technologie insbesondere bei Mischinfektionen und beim schnellen Nachweis relevanter Resistenzmarker Vorteile gegenüber etablierten Verfahren. Details dazu finden Sie in unseren [Publikationen](/de/fachinformationen/publikationen/).
