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Fachbeitrag

Sepsis-Diagnostik: Warum jede Stunde über den Therapieerfolg entscheidet

Bei einer Sepsis sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit mit jeder Stunde bis zur wirksamen antimikrobiellen Therapie. Molekulare Diagnostik direkt aus Vollblut kann den entscheidenden Zeitvorsprung schaffen.

12. May 2026 · cube dx
Sepsis-Diagnostik: Warum jede Stunde über den Therapieerfolg entscheidet

Zeit ist der kritischste Faktor

Blutstrominfektionen und die daraus resultierende Sepsis gehören zu den häufigsten Ursachen für Morbidität und Mortalität im Krankenhaus. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die frühe Identifikation des verursachenden Erregers und seines Resistenzprofils – denn erst damit lässt sich die antimikrobielle Therapie zielgerichtet einstellen.

Die Blutkultur gilt weiterhin als Goldstandard, benötigt aber durch Bebrütung und Subkultur oft ein bis mehrere Tage bis zum Ergebnis. Besonders kritisch ist dieser Zeitverlust bei Patient:innen mit schwer oder langsam kultivierbaren Erregern – oder wenn bereits eine antimikrobielle Therapie begonnen wurde.

Molekulare Diagnostik direkt aus Vollblut

Molekulare Tests können die Zeit bis zum Befund deutlich verkürzen. Die compact sequencing von cube dx identifiziert klinisch relevante Bakterien, Pilze und Resistenzgene direkt aus Vollblut in weniger als drei Stunden – ohne vorherige Anzucht.

Besonders wertvoll ist dieser Ansatz bei:

  • Mischinfektionen, bei denen mehrere Erreger parallel nachgewiesen werden müssen
  • langsam oder nicht kultivierbaren Mikroorganismen
  • Situationen, in denen die antimikrobielle Therapie bereits läuft

Ergänzung, nicht Ersatz

Molekulare Tests ersetzen die Blutkultur nicht – sie ergänzen sie um Geschwindigkeit. In unabhängigen klinischen Studien zeigte die Hybcell-Technologie insbesondere bei Mischinfektionen und beim schnellen Nachweis relevanter Resistenzmarker Vorteile gegenüber etablierten Verfahren. Details dazu finden Sie in unseren Publikationen.

Publikationen

Publikationen & Studien

33rd ECCMID, Copenhagen · 2023

Comparison of two molecular assays and MALDI-TOF MS Sepsityper for the rapid identification of pathogens from positive blood cultures

P. Starzengruber, N. Ankowitsch, B. Selitsch, B. Willinger, A. Makristathis

Independent evaluation on 410 positive blood cultures: hybcell Pathogens DNA reached a 94.9 % identification rate on-panel and detected all pathogens in 45.5 % of polymicrobial infections — versus 6.8 % for MALDI-TOF Sepsityper — plus resistance markers only detectable by PCR.

Division of Clinical Microbiology, Medical University of Vienna

33rd ECCMID, Copenhagen · 2023

Diagnostic value of blood-culture-independent molecular tests for the diagnosis of bloodstream infections in neutropenic patients with fever

P. Starzengruber, I. Camp, M. Kussmann, F. Ratzinger, W. R. Sperr, K. Gleixner, B. Selitsch, H. Burgmann, B. Willinger, A. Makristathis

Prospective study in febrile neutropenic patients directly from whole blood: of three commercial molecular tests, only hybcell Pathogens DNA showed acceptable performance (best overall ROC-AUC 0.77), with results available in as little as three hours.

Medical University of Vienna

33rd ECCMID, Copenhagen · 2023

Detection of bacterial pneumonia pathogens in patients with COVID-19 using a commercial microarray in comparison with a commercial multiplex PCR and culture

H. L. Verhasselt, M. I. Sanders, F. Herbstreit, S. Dubler, D. Schmidt, J. Buer, P.-M. Rath

100 respiratory samples (mostly BAL) from ICU COVID-19 patients: the hyborg RED2 / hybcell assay detected Haemophilus influenzae best of all methods (20 vs 3 vs 0) with a 2-hour time-to-result and minimal hands-on time.

Institute of Medical Microbiology, University Hospital Essen (University of Duisburg-Essen)